Nano-Aquaristik / Süßwasser – Eine Unterwasserwelt im Mini-Format

Nano-Süßwasseraquarien haben in der Regel ein Fassungsvermögen von ca.10-30 Litern. Meist werden in Nano-Süßwasseraquarien Zwerggarnelen, Schnecken oder Zwergflusskrebse gehalten werden. Die Beliebtheit dieser Aquarien nimmt stetig zu, da sie sich aufgrund ihrer geringen Größe in jede Räumlichkeit perfekt einfügen. Egal ob Küche, Schlaf,- oder Wohnzimmer, Flur, ein Nano findet fast überall Platz. Sehr beliebt ist solch ein kleines Biotop auch im Büro.

In der Aquaristik gilt die Grundregel: Je kleiner das Aquarium, desto empfindlicher ist es. Da man durch das geringe Wasservolumen eine sehr geringen Pufferkapazität hat. Der Nachteil daran ist, dass kleine Fehler meist schon Auswirkungen haben. Daher ist es wichtig, dass alle Werte und Faktoren aufeinander abgestimmt sind und regelmäßig kontrolliert werden. Im Zoofachmarkt gibt es extra dafür abgestimmte Nano-Produkte, mit denen man ein biologisch stabiles Gleichgewicht herstellen kann.

Welche Tiere eignen sich für ein Nano-Aquarium?

Am beliebtesten sind Zwerggarnelen. Diese sehr farbenprächtigen Tierchen lassen sich gut beobachten, da sie sehr aktiv sind und ein spannendes Verhalten haben. Mit ihrer maximalen Größe von ca. 1,5 cm eignen sie sich hervorragend für kleine Aquarien. Sie ernähren sich hauptsächlich von aufwachsenden Algen, Schwebepartikeln und Pflanzenresten. Dadurch haben sie einen positiven Effekt auf das kleine biologische System. Allerdings sollte man sie auch mit speziellem Zwerg-Garnelenfutter zufüttern, damit sie alles erhalten was für ihre Gesundheit erforderlich ist.

 

 

Besonders Schnecken eignen sich sehr gut als kleine „Saubermacher“. Diese gibt es in vielen Farbvariationen und Formen. Ein großer Vorteil einiger Algenrennschnecken ist, dass sie sich im Süßwasser nicht vermehren. Dadurch braucht man keine Angst vor einer Überpopulation zu haben.

Oft werden auch Zwergflusskrebse, oder auch kurz genannt Zwergkrebse in den kleinen Aquarien gehalten. Sie sind recht ruhige kleine Zwerge, die auch Pflanzen nicht beschädigen. In etwas größeren Nano-Aquarien kann man sie auch mit Garnelen gut vergesellschaften. Zwergflusskrebse sind Allesfresser, auch sie sollten mit speziellem Krebsfutter gefüttert werden.

Bei einem Fischbesatz sollte man sehr vorsichtig sein. Schnell kann man so ein kleines Aquarium überbesetzen, was dazu führt, dass die Wasserwerte aus dem Gleichgewicht geraten, was zum Tod der Tiere führen kann. Zur Haltung von Zierfischen sollte das Aquarium daher, laut eines Gutachtens aus dem Jahre 1998 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mindestens 54 Liter und eine Kantenlänge von 60cm haben.

Welche Pflanzen eignen sich für ein Nano-Aquarium?

Bei der Pflanzenauswahl sind einem kaum Grenzen gesetzt. Mit der richtigen Beleuchtung und einem gut abgestimmten Düngeplan, sowie einen Pflanzennährboden, gedeihen auch in kleinen Aquarium Pflanzen sehr gut. Man aber keine Pflanzen einsetzen, die allzu groß werden. Durch die geringe Volumenkapazität ist auch häufiger gärtnerisches Eingreifen erforderlich. Für die Feinarbeit im Aquarium-Garten gibt es eine große Auswahl an verschiedensten Pinzetten und Schere in verschiedenen Größen.

Wie erfolgt die Kontrolle der Wasserwerte?

Um die Wasserwerte „schnell“ zu kontrollieren eignen sich einfache Teststreifen. Mit ihnen ist es möglich innerhalb kürzester Zeit Wasserwerte abzulesen. Für die Bestimmung exakter detaillierter Werte  ist ein Wassertest-Koffer zu empfehlen. Ein großer Vorteil dieser Test-Sets besteht darin, dass man sehr schnell die Wasserchemie kennen lernt und auch besser versteht.

Für ein gesundes Nano-Aquarium mit naturnahen Verhältnissen sind die richtigen Wasserwerte von größter Bedeutung. Auch wenn das Wasser klar aussieht, kann es stark belastet sein. Bei schlechten Werten können Krankheiten oder Algenplagen im Aquarium entstehen.Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung der Wasserwerte  absolut wichtig.

Zum Beispiel können Sie mit dem JBL Testlab die 12 wichtigsten Wasserwerte Ihres Süßwasser-Nanos bestimmen:
Präzise Bestimmung folgender Werte:
pH-Test: Säuregehalt des Wassers von 3,0 bis 10
pH-Test: Säuregehalt des Wassers von 6,0 bis 7,6
pH-Test: Säuregehalt des Wassers von 7,4 bis 9,0
O2-Test: Bestimmung des Sauerstoffgehalts
CO2-Test: Bestimmung des Kohlendioxidgehalts für kräftiges Pflanzenwachstum
GH-Test: Bestimmung der Gesamthärte
KH-Test: pH-Stabilität des Wassers (Karbonathärte)
PO4-Test: Bestimmung des Phosphatgehalts (Algenursache und Pflanzennährstoff)
Test NH4 / NH3: Anzeige von ungiftigem Ammonium, Feststellung des giftigen Ammoniaks über Tabelle
NO2-Test: Bestimmung der für Fische giftigen Stickstoffverbindung Nitrit
NO3-Test: Bestimmung des Nitratgehalts (Algenursache und Pflanzennährstoff)
Fe-Test: Bestimmung des Eisengehalts zur Düngekontrolle
Cu-Test: Tödliches Schwermetall für Wirbellose. Auch wichtig zum Einstellen der therapeutischen Dosis von Medikamenten
SiO2-Test: Bestimmung der Silikate (Kieselsäure) als Kieselalgenursache

Zur Ermittlung des CO2 Gehaltes genügt das Messen von pH und KH. Aus diesen beiden Werten ergibt sich der CO2 Gehalt des Wassers, der dann der beigelegten Tabelle entnommen werden kann.

Was wird für ein Nano benötigt?
  •  Aquarium, mit Abdeckung, Schaumstoffunterlage, Schrank oder Regal
  • Beleuchtung (LED)
  • Optional eine zeitschaltuhr für die Beleuchtung
  • Aquariumkies (optional ein Nährstoffboden darunter)
  • Nano Filter (mit Schutzvorrichtung für Garnelen)
  • Wasserpflanzen
  • Pinzette und Schere
  • Starterbakterien
  • Reinigungsset (z.B. Mulmglocke)
  • Fangnetz
  • Wassertest
  • Dekorationen (Steine, Wurzeln etc.)
  • Tierbesatz

 

 

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